Wie montiere ich eine Altholz-Wandverkleidung selbst?
Die Bretter werden auf eine Holzlattung geschraubt: Latten 20 × 40 mm im Abstand von 60 bis 80 cm, darauf die Bretter schräg durch die Kante verschraubt, mit rund 10 mm Abstand zum Boden.
Vorbereiten
Die Bretter einige Tage vor der Montage auspacken und waagerecht im vorgesehenen Raum lagern, damit sich das Holz an Temperatur und Luftfeuchte anpasst.
Anschließend probeweise auslegen und Breiten, Farben und Strukturen harmonisch verteilen – so entsteht ein ruhiges Gesamtbild, statt dass sich helle oder schmale Bretter an einer Stelle häufen.
Die Wand muss trocken, tragfähig und möglichst eben sein. Vor dem Bohren den Verlauf von Stromleitungen und Rohren prüfen, Schrauben und Dübel passend zum Wandaufbau wählen.
Unterkonstruktion – Hinterlattung
Zu Beginn wird eine Unterkonstruktion aus Holzlatten an der Wand befestigt; auf ihr werden später die Bretter fixiert. Standard sind Latten von 20 × 40 mm. Stärkere Latten schaffen mehr Platz hinter der Verkleidung – etwa für Kabel oder den Trafo einer Beleuchtung.
Ausrichtung
Bei waagerechter Verlegung der Bretter werden die Latten senkrecht an die Wand gedübelt, bei senkrechter Verlegung waagerecht. Die Grundregel lautet: Die Latten verlaufen immer im 90-Grad-Winkel zur späteren Wandverkleidung.
Hinterlüftung
Der Zwischenraum hinter den Brettern muss belüftet sein. In Feuchträumen wie Bädern ist das zwingend, damit das Holz nach Feuchtigkeit wieder abtrocknen kann. Eine senkrechte Lattung ohne oberen und unteren Abschluss stellt diese Belüftung bei waagerechter Brettverlegung von selbst her: Die Luft kann unten eintreten und oben wieder austreten.
Konterlattung
Eine Konterlattung ist eine zweite Lattenlage, die um 90 Grad versetzt auf die erste geschraubt wird. Sie bringt mehr Abstand zwischen Wand und Verkleidung und verbessert die Hinterlüftung zusätzlich.
Lattenabstand
Zwischen den Latten etwa 60 bis 80 cm Abstand halten und unten rund 10 mm Luft zum Boden lassen. Den gewählten Abstand exakt einhalten – nach ihm richtet sich später jede Schraube.
Bretter befestigen
Wo beginnen?
Bei waagerechter Verlegung beginnt man an der Decke oder am Boden, bei senkrechter Verlegung mit dem ersten Brett in der Ecke. Das erste Brett mit der Wasserwaage ausrichten – es gibt die Richtung für die gesamte Fläche vor. Während der Montage die Ausrichtung immer wieder prüfen und die Brettenden am Wandabschluss bündig halten.
Empfohlen: schräg verschrauben
Dielenschrauben von etwa 40 bis 50 mm werden schräg in die Latte gesetzt: bei Brettern mit Nut und Feder durch die Feder, bei Glattkantbrettern ohne Profil schräg durch die Brettkante, dort leicht versenkt. Die Senkköpfe vollständig versenken. Die Schraube verschwindet dadurch in der Fuge und bleibt an der fertigen Wand unsichtbar. Die Schraubenlänge an Einschraubwinkel und Wandaufbau anpassen.
Alternative: Drahtstifte
Drahtstifte sind Nägel mit kleinem, gestauchtem Kopf. Sie werden von vorne in das Brett genagelt und verschwinden im Holz. Weil Altholz eine unregelmäßige, lebendige Oberfläche hat, sind die Stifte nach der Montage kaum noch zu finden – vorausgesetzt, man verwendet nicht glänzende Nägel. Das ist die schnellste Variante und für die meisten Anwendungen die praktischste.
Wandabschluss
An den seitlichen Enden deckt ein EndBeam aus unserer NextBeams-Reihe die Brettenden ab. Damit er sicher hält, gehört an jeden Wandabschluss eine senkrechte äußere Latte, in die der EndBeam verschraubt wird – frontal durch die breite Fläche oder seitlich durch die schmale Seite, die Schraubenköpfe jeweils vollständig versenkt. Bei zwei Metern Länge sind mindestens fünf Schrauben vorzusehen.
Ausführliche Maße und Zeichnungen dazu stehen in der Montagehilfe zum Bausatz. Wie der Übergang zu einem Fenster gelöst wird, zeigt der Anschluss zur Fensterlaibung.
Beim Einbau bleibt das vorhandene FAQPage-Schema der Seite erhalten.